Überfischung der Meere

Vor ein paar Jahrzehnten hat sich noch kaum jemand über den Bestand der Fische in den Weltmeeren Gedanken gemacht. Da gab es noch keinerlei Probleme in diesem Bereich. Doch wie schon manches was der Mensch vollbracht hat, ist es ihm auch hier gelungen, zwischenzeitlich für reichlich Gesprächsstoff zu sorgen. Zahlreiche der wichtigsten Speisefische, haben heutzutage noch so einen geringen Bestand, dass sich die Frage stellt, ob es überhaupt noch eine Rettung gibt. Jahrzehntelang war die Menschheit der Meinung, dass die Versorgung der anwachsenden Weltbevölkerung allein durch das Meer erfolgen könnte. Ein riesiger Irrtum wie man heute weiß.

Waren es früher noch kleine Fischerboote auf denen der Fisch teilweise mit der Hände Arbeit gefangen wurde, so setzte man in den folgenden Jahren auf immer größere Schiffe mit einer immer ausgereifteren Technik für den Fischfang. Das war der Anfang für die Überfischung der Meere und auch der Beginn der Zerstörung der Weltmeere. Seit dem Jahr 1950 hat sich die Menge des gefangenen Fisches bereits vervierfacht. Wenn man als Beispiel das Jahr 2006 vornimmt, so erfährt man, dass allein in diesem Jahr die weltweite Fangmenge bereits bei zirka 80 Millionen Tonnen lag. Man fischt nicht mehr nur Teilmengen von Fischen aus den Meeren, sondern sucht sich zwischenzeitlich ganze Bestände, die dann gnadenlos bis zum letzten Fisch ausgebeutet werden, wie in etwa der Rote Thun, der für den Thunfischfang sehr von Bedeutung ist. Es gibt heute bereits bekannte Fischarten, deren Bestand bereits nahezu erschöpft ist. Auch dies ist eine Folge der Überfischung der Meere.

Wenn man sich vorstellt, dass weltweit nur noch drei Prozent der Fischarten als noch nicht überfischt gelten, so kann man sich vorstellen, was uns in naher Zukunft blüht. Wenn der Raubbau an den Fischbeständen nicht drastisch zurückgefahren wird und die Überfischung der Meere weiter so fortgeführt wird, werden die meisten unserer bekanntesten Speisefische nicht mehr existieren und die Preise für Fisch werden ins Uferlose ansteigen. Hier wäre nun endlich ein grundsätzliches Umdenken angesagt.