Ölpest im Ozean und die Auswirkungen

Ölpest Marine Photobank / flickr.com

Die Ölpest im Golf von Mexiko, sie ist in aller Munde und führt international zu großen Besorgnissen. Der Durchbruch ist erreicht, so dass aus der Anlage des Öl Konzern BP kein weiteres schwarzes Gold mehr ins Meer gelangt. Umwelt Verbände, Naturschützer und Ökologen schlagen dennoch Alarm. Der Ölteppich hat nicht nur Milliarden an Steuergeldern aus aller Welt verschlungen – auch die Umwelt ist in Gefahr und nachhaltig Schäden, wie die Zerstörung der Weltmeere, sind zu erwarten.

Das Meer ist die Heimat vieler Lebewesen, die in einem komplexen Zusammenspiel zusammen leben. Sie bilden eine natürliche Nahrungskette – kleinere Tiere, wie die Blaukrabbe, funktionieren als Verteiler des Giftes innerhalb des Ökosystems. Die Blaukrabben nehmen das Öl und damit verbundene Gifte in sich auf und werden von ihren zahlreichen Feinden gefressen. Größere Fische aber auch Vögel und Schildkröten fresen diese Krabbe, die sich von kleinen Krebsen und Muscheln ernährt. Hierdurch gelangen die Gifte von Lebewesen zu Lebewesen und von dort aus auch in unseren Organismus. Schließlich ist das verseuchte Gebiet ein Areal in dem Fisch gefangen und verspeißt wird vom Menschen. Die Folgen sind noch nicht abzusehen.

Möglicherweise wird durch das Öl die Fortpflanzung der Tiere beeinträchtigt, sodass verschiedene Arten des Ökosystems vom Aussterben bedroht sind. Dies gefärdert das ökologische Gleichgewicht des Meeres. Schließlich bildet jedes Lebewesen die Lebensgrundlage für die Existenz eines anderen. Auch wir in Europa können beeinträchtigt werden. Denn die Gifte, die durch das Öl ins Meer gelangt sind, verteilen sich sowohl über die Strömung des Meeres, als auch über vergiftete und kontaminierte Lebewesen,wie Fische, Vögel oder Amphibien. Der Golfstrom, bringt nicht nur wärmeres Wasser nach Europa, sondern kann auch Ölrückstände an unsere Küsten spülen. Die ökologischen Folgen sind ebenso wenig absehbar wie die ökonomischen. Der Mensch ist immer die Krone jeder Nahrungskette, und somit auch die Endstation aller Schadstoffe, die sich im Kreislauf befindet.

Durch den Tranport des Öls und seiner Abbauprodukte mittels des Golfstromes kann auch der Tourismus an den hiesigen Küsten leiden. Keiner möchte schließlich Gefahr laufen in seinem Urlaub in einer Öllache zu baden, vergiftete Tiere zu sehen oder nicht schwimmen zu dürfen.Auch die Fischereiindustrie muss Einbußen befürchten. So ist dieser Wirtschaftszweig nicht nur in Südamerika und Mittelamerika in Gefahr, auch hiesige Fischer schlagen Alarm.