Korallenriffe – Schönheit und ökologisches Wunder

Korallenriffe Andreas März / flickr.com

Ein Korallenriff im Meer das Schönste, was das Salzwasser zu bieten hat und Grund dafür, dass der Tauchsport so fazinierend für viele Menschen ist. Die Korallen, sogenannte Nesseltiere,wachsen nur im Meer, vorwiegend in den Tropen. Aber auch in Kaltwasserregionen, die nahezu lichtlos sind,wachsen Korallenriffe. Der Golf von Kalifornien und der Kontinentalhang von Norwegen sind zum Beispiel solche Gebiete. Auch findet man sie in Tiefen von 300 m auf Höhen von Tiefseekuppen oder unterseeischen Canyons.Vor der Küste Australiens wächst das größte Korallenriff der Erde. Mehrere Millionen Jahre Wachstum waren für dieses imposante Naturschauspiel nötig. Das Great Barrier Reef wurde 1770 von dem britischen Seefahrer James Cook entdeckt. Diese Entdeckung verdankte er mehr dem Schiffbruch auf diesem Riff, als seinen Entdeckerqualitäten.

Die Steinkorallen bilden durch die Einlagerungen von Kalk im Laufe der Jahre ein Korallenriff. Jahrtausende waren dazu nötig um gewaltige Riffstrukturen zu formen. Heute kennen wir diese Riffstrukturen als traumhafte Urlaubsziele, wie die Malediven im Indischen Ozean, die Bahamas oder die Bermudas, die im Atlantik zu finden sind. Auch im Pazifik sind einige Inseln aus Korallen entstanden. Die Koralle ernährt sich von den Nährstoffen, Spurenelementen und Mikroplankton, die im Meer vorkommen. Wichtiger jedoch ist der Algenbewuchs der Korallen, den sogenannten Zooxanthellen. Sie versorgen in einer beispiellosen Symbiose die Korallen mit Nährstoffen und geben ihnen die wunderschönen Farben. Für die Vermehrung der Korallen ist die farbenprächtige Korallenblüte maßgebend. Der Ausstoß von Samen und Eizellen funktioniert nur, wenn maßgebende Faktoren vorhanden sind. So ist die Wassertemperatur von zirka 27 Grad, die Mondphase und die Tageslänge sehr ausschlaggebend. Eine starke Wasserströmung und natürliche Fressfeinde erschweren oft die Vermehrung.Lebende Korallen bieten zudem Schutz und Lebensraum für zahlreiche Meeresbewohner. Kalkgerüste von Korallen werden seit Tausenden von Jahren für wunderschöne Schmuckstücke verwendet.

Dadurch dass die Wassertemperatur für die Korallenriffe in den Tropen so wichtig ist, wird der Klimawandel immer mehr zur Gefahr für die Fortpflanzung. Erhöht sich die Temperatur zunehmend, können die Algen nicht nachwachsen. Durch die fehlenden Nährstoffe sterben die Korallen ab. Eine zunehmende Umweltverschmutzung, wie die jüngste Ölpest beispielsweise, drastisch erhöht durch Tanker- oder Bohrlochunfälle gefährden weiterhin die schönsten und artenreichsten Naturwunder unserer Erde. Die Naturschutzorganisation WWF stellte die Befürchtung auf, dass 20 Prozent der Korallenriffe nicht mehr zu retten sind. Ob es gelingt diese Korallenriffe vor dem Aussterben zu retten, werden die nächsten Jahrzehnte zeigen.