Fischzucht
dive-angel (karin) / flickr.comDie Fischzucht ist ein Wirtschaftszweig, welcher eine zentrale Bedeutung innerhalb der Versorgung der Menschen mit Fisch als Nahrungsmittel, wie beispielsweise in Indonesien, beinhaltet. Die Zucht von Fischen beinhaltet die Pflege und Fütterung, die Haltung und die Fortpflanzung bestimmter Fischsorten, die nicht nur für den Verzehr geeignet sind. So werden auch Fische gezüchtet, welche für die Haltung in Aquarien ausgesucht werden. Außerdem werden Fische, Kleinkrebse und Muscheln benötigt, um als Futtermittel in anderen Industriebereichen eingesetzt zu werden.
Bei der Aufzucht von Fischen durch Menschenhand erfolgt nicht nur die Haltung und Auswahl der Tiere durch Fischzüchter sondern ebenfalls deren Vermehrung. Dazu nutzt der Mensch die Möglichkeit der Befruchtung auf künstlichem Wege und kann somit die genetischen Eigenschaften der Fische bestimmen. Diese beeinflussen wiederum die Resistenz gegenüber Krankheitserregern, deren geschmackliche Komponenten und den Wuchs. Deshalb besitzt die Fischzucht eine ganz wesentliche wirtschaftliche Bedeutung. Eine andere Bezeichnung für die künstliche Aufzucht von Fischen ist Aquakultur. Innerhalb dieser Zuchtform werden Fische vermehrt und gehalten, welche dafür geeignet sind. Dazu gehören beispielsweise die Regenbogenforelle, verschiedene Lachsarten, der Zander, der Karpfen und der Pengasius.
Die moderne Fischzucht wird in abweichenden Verfahrensweisen betrieben. Am meisten bekannt sind Fischaufzuchten, welche entweder in einem fließenden oder einem stehenden Wasserreservoir erfolgen. Dabei werden keine geschlossenen Räumlichkeiten genutzt, die Anlagen sind nicht überdacht. Diese Variante der Fischzucht wird als klassische Teichwirtschaft bezeichnet. Demgegenüber kann die Fischzucht im Meereswasser vorgenommen werden, was eine Überfischung der Meere verhindert. Eine andere Bezeichnung hierfür ist Marikultur. Für diesen Zweck werden die natürlichen Voraussetzungen des Meeres genutzt. Um die Fische separat aufziehen zu können, werden diese in sogenannten Netzgehegen gehalten.
Die Teichwirtschaft als eine Variante der Fischzucht, welche typisch ist für die Binnenfischzucht, nutzt ganz unterschiedliche Verfahrensweisen. Die Grundlage für die Teichwirtschaft stellen künstlich geschaffene Teichanlagen dar. In Abhängigkeit von der angezüchteten Fischart wird innerhalb der Teichwirtschaft neben der Forellenzucht die Karpfenteichzucht ausgeübt. Dafür werden von den Fischzüchtern spezifische ökologische Systeme bereit gestellt. Diese entsprechen den Lebensgrundlagen der Zuchttiere. Neben Karpfen und Forellen können in diesen Fischzuchtanlagen ebenfalls Zander und Hechte gehalten werden. Forellenteiche weisen einen anderen Aufbau als Karpfenteiche auf und basieren auf stetig fließendem frischem Wasser, welches zusätzlich über technische Einrichtungen mit Sauerstoff versetzt wird. Fische wie der Saibling und die Äsche gedeihen in diesem Ökosystem.