Fischfang in Indonesien
Michael Haring / flickr.comDer Klimawandel und die Abholzung des Regenwaldes stellen eine große Bedrohung des Fischbestandes in Indonesien dar. Der Verlust der Regenwälder zerstört nicht nur einen paradiesischen Lebensraum seltener faszinierender Tier – und Pflanzenarten auch Arten, welche dem ersten Anschein nach nicht viel dem Regenwald zu tun haben und die gerne vergessen werden, sind einer großen Gefahr ausgeliefert. Durch radikalen Kohle – Abbau und die Rodung werden Sedimente in Flüsse und in weiterer Folge in Seen eingespült, welche die Laichzonen der Fische massiv zum Nachteil beeinträchtigen. Während nur einige Firmen mit viel Geld mit der Bepflanzung von Palmöl – Plantagen verdienen leidet das Wasser und somit ihr Fischbestand unter den riesigen Pestizid – Belastungen. Viele Menschen in Indonesien leiden unter dieser Zerstörung ihres Lebensraumes, unter der Zerstörung der Weltmeere.
Der Fischfang in Indonesien ist für viele Familien in den Dörfern die einzige Einnahmemöglichkeit. Durch den Rückgang des Fischreichtums greifen die einheimischen Fischerfamilien gezwungenermassen zu drastischen Mitteln um ihr Überleben zu sichern. Sie verwenden engmaschige Kiemennetze und sogar Dynamitfischen kommt zum Einsatz. Das fatale Resultat davon ist, dass sich Delfine in den Netzen verstricken und kläglich zu Grunde gehen. Naturschützer, wie bspw. Greenpeace, haben auf Grund dieser umweltschädlichen Praktiken ein Projekt gestartet um die Fischerei besser zu schützen. Es werden Fischkörbe angeboten, die dem qualvollen Fischfang in Indonesien ein Ende setzen und zugleich den Fischerfamilien ein regelmäßiges Einkommen ermöglichen soll. In diesen Fischkörben, welche Holzkäfigen gleichen, in der Größe von 2 mal 2 Metern, werden überwiegend Karpfen heran gezogen.
Als Futter dienen verschiedene Gemüsearten und als Zusatzfutter auch Pellets. Da dieses Projekt mittlerweile sehr gute Erfolge zeitigt, verlieren die zerstörenden Kiemennetze immer mehr an Bedeutung und verlieren ihre Anwendung. In den Projektregionen ist kein toter Delfin mehr registriert worden und eine wichtige Weiche um das Überleben der Fische und der indonesischen Bewohner sind gestellt. Seitdem die Anlagen für die Fischzucht kontinuierlich erweitert und ausgebaut wurden , kann Indonesien durchschnittlich 50 Prozent mehr Ertrag jährlich einfahren und die Produktion ist stabil geblieben. Somit hat sich der Export von Fischen natürlich in den letzten Jahren dementsprechend erhöht. Vor allem die USA importiert einen Hauptteil an indonesischem Fisch und Meeresfrüchte. An oberer Stelle steht dabei der beliebte Pangasius.