Die Weltmeere
Die World Ocean Conference 2009 (WOC 2009) hat sich mit der Situation unser Weltmeere befasst. Unter Weltmeer werden alle großen Ozeane unseres Planeten zusammengefasst, ergo den drei großen Ozeanen Pazifik, Atlantik, Indischer Ozean, sowie den Mittelmeeren Amerikanischer (Karibik), Australischer, Arktischer Ozean und dem (europäischen) Mittelmeer. Art und Ausgangspunkt der/des Weltmeere(s) weichen je nach Zeitalter, Kultur und Lokalität voneinander. Heute spricht man vom Weltmeer als die Summe dieser sieben großen Ozeane und Mittelmeere.
Entstehung der Weltmeere
Die Ozeane sind durch auseinanderdrifften der großen Landplatten und des darunterliegenden Mantels entstanden. Es bildete sich eine riesige Mulde, in der sich Wasser ansammeln konnte. Durch Tektonik und Ablagerungen entstanden Meeresrücken, Gräben, Gesteine/Sedimente und Becken. Die ersten Meeresbewohner waren simpelste Bakterien und andere Einzeller. Bis ins Jahr 2009 und die World Oceans conference (WOC) in Indonesien hat sich einiges getan.
Wandel des Begriffs mit der Zeit
Unter anderem kannten bereits die Griechen das Rote Meer, das Mittelmeer, den Persischen Golf, die Adria und den Indischen Ozean. Desweiteren unterteilten Sie das Mittelmeer in Adriatisches Meer, Ionisches, oder Thyrranisches Meer. Wirklich geprägt und weitläufig bekannt wurde der Begrif Weltmeer durch die Entdeckungen im Spätmittelalter/Renaissance (12. - 15. Jhr). So galten das Chinesische, Karibische und Kaspische Meer als auch die Nord/Ostsee und das Rote Meer als Weltmeere. Mit dem Aufkommen der Renaissance und der Neuzeit (bis 17. Jhr) wandelte sich das Bild abermals. Man zählte nun Pazifik, Atlantik, Indischen Ozean sowie das Polarmeer zu den Weltmeeren, woraus dann das aktuelle Bild der Ozeane und des Weltmeeres hervorging, wie wir es heute kennen. Die World Ocean Conference machte hier keine großen Unterschiede mehr: sämtliche Teile der Welt standen hier im Interesse.
Die Ozeane heute und ihre Erforschung
Die Weltmeere bedecken über 70 % der Erdoberfläche. Die Ozeane unterscheiden sich untereinander in Größe, Volumen, Salz/Sauerstoffgehalt, Flora und Fauna, Meeresströmungen, Tiefe, Geologie und Nutzbarkeit. Der Übergang zwischen Festland und Tiefsee wird Schelf (0 - 200 m) bezeichnet. Die Tiefsee reicht bis über 8000 m. Nach Lichtintensität differenziert man zwischen der Euphotischen, Dysphotischen und Aphotischen Zone. Flora und Fauna haben sich an diese Kriterien unterschiedlich angepasst. Während in der Euphotischen Zone stark Photosynthese (viel Licht vorhanden) betrieben wird, existieren in der Aphotischen Zone ausschließlich Tiere (häufig selbstleuchtend durch Bioluminiszenz), meist räuberischer Natur. Das Ökosystem Meer verfügt über eine unglaubliche Anzahl verschiedenster Lebewesen (Korallen, Fische, Quallen, Algen usw.), von denen immernoch nicht alle entdeckt und erforscht wurden, wenn man bedenkt, dass der Ozeanboden der flächenmäßig größte Lebensraum der Erde ist. Auch in der Fischfangnation Italien wurde die "Conferenza Mondiale Degli Oceani" in der Presse viel besprochen und diskutiert. Bei dieser Website handelt es sich nicht um die ursprüngliche "conference website", sondern vielmehr um ein Portal, das sich mit den Themen Ozeane und Fischfang generell beschäftigt.